Transportlogistik und Investment: Schienengüterverkehr als unterschätzte Nachhaltigkeitslösung

Transportlogistik spielt eine zentrale Rolle in der Diskussion um nachhaltige Mobilität und zukunftsorientiertes Investment. Oft wird Nachhaltigkeit jedoch auf Wind- und Solarenergie reduziert. Dabei existieren weitere Sektoren, die einen erheblichen Beitrag leisten. Der Schienengüterverkehr gilt als „Hidden Champion“ dieser Entwicklung.

Laut Umweltbundesamt verbraucht der Gütertransport per Bahn pro Tonnenkilometer deutlich weniger Energie als der Straßengüterverkehr. Zwischen 1999 und 2015 stieg sein Marktanteil von 16,5 auf 19,2 Prozent. In den letzten Jahren lag er stabil zwischen 19 und 21,5 Prozent. Die Schiene ist damit eine feste Größe im Wettbewerb mit dem Lkw.

Ökologische Vorteile und Effizienz

Schienengüterverkehr verursacht weniger CO₂-Emissionen, ist energieeffizient und reduziert Lärm sowie Luftverschmutzung. Intermodale Konzepte, die Schiene, Straße und See verbinden, erhöhen die Effizienz und senken Emissionen weiter.

Nachhaltige Mobilität und zukunftsorientiertes Investment
Nachhaltige Transportlösungen

Politische Ziele und Rahmenbedingungen

Die Bundesregierung will den Anteil des Schienengüterverkehrs bis 2030 auf 25 Prozent steigern. Geplant sind Investitionen in Terminals, digitale Stellwerke und moderne Zugsteuerungssysteme. Mit dem „Eisenbahninfrastrukturfonds“ fließen Milliarden in die Sanierung und den Ausbau des Netzes.

Privates Kapital respektive Investment als wichtiger Treiber

Neben staatlichen Projekten gewinnt privates Investment an Bedeutung. Güterwagenvermietung schließt Finanzierungslücken, da öffentliche Mittel oft in den Personenverkehr fließen. Leasinglösungen geben Unternehmen Flexibilität und ermöglichen eine schnelle Anpassung an Marktveränderungen.

Der Leasingmarkt für Güterwaggons und Schienenfahrzeuge generell ist heute ein etablierter Teil der europäischen Transportlogistik. Er trägt zur Entwicklung nachhaltiger Transportlösungen bei und wird angesichts steigender Nachfrage und politischer Unterstützung weiter wachsen.

Welche politischen Maßnahmen und Markttrends den Schienengüterverkehr prägen, erläutert André Wreth, Geschäftsführer der Solvium Capital Vertriebs GmbH, in seinem vollständigen Gastbeitrag (institutional-investment.de).

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