Pflege in Not – Ursachen und innovative Lösungen

Die steigenden Anforderungen und der demographische Wandel stellen das Pflegesystem vor immense Herausforderungen. In Deutschland wächst die Zahl der Pflegebedürftigen stetig, doch der Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal verschärft die Situation.

Wie kann der Pflegenotstand überwunden werden, und welche zukunftsfähigen Konzepte und Visionen, wie sie zum Beispiel vom Branchenpionier und Betreiber Humanika Wohnen umgesetzt werden, können Abhilfe schaffen?

Fachkräftemangel in der Pflege: Ursachen

Der Fachkräftemangel in der Pflege hat mehrere Ursachen. Einerseits gibt es immer mehr ältere Menschen, die pflegebedürftig werden, andererseits sinkt die Zahl derjenigen, die in Pflegeberufen arbeiten möchten.

Ein entscheidender Punkt ist die Einstiegshürde für die Ausbildung in Pflegeberufen. Bis 2019 war die Berufsbildungsreife (ehemals Hauptschulabschluss) ausreichend, inzwischen ist ein Mittlerer Schulabschluss erforderlich, was viele Berufseinsteiger davon abbringt, eine Karriere im Pflegebereich zu starten.

Hinzu kommen die herausfordernden Arbeitsbedingungen im Pflegebereich. Pflegekräfte sind oft körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt, welche eine hohe Teilzeitarbeitsquote erklären können: Rund 65 Prozent der Pflegekräfte arbeiten in Teilzeit, viele reduzieren ihre Arbeitszeit, um der Beanspruchung entgegenzuwirken.

Die oft kritische Personalausstattung in den Einrichtungen verschärft diese Problematik noch weiter. Pflegekräfte müssen häufig unter Zeitdruck arbeiten und können sich nicht ausreichend um die individuellen Bedürfnisse der Pflegebedürftigen kümmern.

Wirtschaftliche Herausforderungen

Die wirtschaftliche Situation vieler klassischer Pflegeeinrichtungen hat sich in den letzten Jahren verschlechtert. Vor allem steigende Energiekosten, Mangel an (Fach-) Personal und Inflation setzen die Einrichtungen und Betreiber unter Druck.

In den ersten zehn Monaten des Jahres 2023 gab es in Deutschland bereits 257 Insolvenzen von Pflegeheimstandorten, während es im gesamten Jahr 2022 lediglich elf waren. Auch bei den mobilen Pflegediensten hat sich die Zahl der Insolvenzen dramatisch erhöht.

Trotz dieser wirtschaftlichen Schwierigkeiten suchen Pflegeeinrichtungen weiterhin dringend nach Personal. Der Mangel an Pflegekräften hat direkte Auswirkungen auf die Patientenversorgung, da viele Stellen unbesetzt bleiben und Pflegebedürftige nicht in dem Maße betreut werden können, wie es notwendig wäre.

Arbeitsbedingungen und Entlohnung

Ausgebildete Pflegekräfte verdienen im Vergleich zu anderen Fachkräften mit ähnlichem Ausbildungsniveau durchschnittlich gut. Dennoch ist die Bezahlung nur ein Faktor; entscheidender sind Arbeitsbedingungen, Dienstplangestaltung, Work-Life-Balance sowie berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Viele Auszubildende brechen ihre Ausbildung vorzeitig ab, weil sie die Belastungen im Beruf als zu hoch empfinden. Der Arbeitsdruck und die oftmals ungenügende Pflegepersonalbemessung führen dazu, dass viele junge Menschen den Pflegeberuf nicht langfristig ausüben möchten.

Die Folge sind dann noch mehr unbesetzte Stellen und eine weitere Verschärfung des Pflegenotstands.

Notwendige Maßnahmen zur Bewältigung des Fachkräftemangels

Um den Missstand in den Griff zu bekommen, sind umfassende Maßnahmen notwendig. Dazu gehört die Senkung der Einstiegshürden für die Ausbildung in Pflegeberufen, damit potenziell mehr Menschen den Berufsweg in die Pflege finden.

Ebenso müssen die Arbeitsbedingungen verbessert werden, um den Beruf attraktiver zu machen und die Berufszufriedenheit zu erhöhen.

Zukunftsfähige Pflege und die Rolle von Humanika

Neben den strukturellen Veränderungen im Pflegesystem sind auch zeitgemäße Konzepte gefragt, um den Notstand zu begegnen. Ein Beispiel dafür sind die Modelle der Senioren-Wohngruppen und der Demenz-Wohngemeinschaften, wie sie von Humanika angeboten werden.

Humanika in NRW führend

Die Humanika Unternehmensgruppe gilt als Branchenführer der Betreiber und Anbieter von Betreuungs- und Pflege-Dienstleistungen in Nordrhein-Westfalen.

Humanika bietet alternative Wohnformen für ältere Menschen und solche mit Unterstützungsbedarf an. In Humanikas Wohngemeinschaften (WG) leben die Nutzer in kleinen Gruppen von maximal acht bis zwölf Personen zusammen und werden kontinuierlich und professionell betreut.

Diese Wohnform fördert nicht nur die Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit der Nutzer, sondern trägt auch dazu bei, Einsamkeit und depressive Stimmungen zu verhindern.

Demenz-Wohngruppen

Insbesondere für dementiell veränderte Menschen bietet Humanika spezielle Wohn- und Lebensgemeinschaften an, die auf die besonderen Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten sind.

Durch Humanikas hohe Personaldichte und eine individuelle Betreuung kann die Lebensqualität der Bewohner verbessert und eine größtmögliche Selbstbestimmtheit gewährleistet werden.

Das innovative und flexible Konzept stellt somit eine moderne Alternative zwischen Pflegeheim und familiärer Betreuung dar und ermöglicht es den WG-Nutzern, in einer vertrauten und für sie idealen Umgebung zu leben.

Vorteile für Humanika Pflegepersonal

Doch nicht nur Nutzer und Angehörige profitieren von diesem zeitgemäßen Modell, sondern auch das Humanika Pflegepersonal.

Durch die strukturellen Gegebenheiten wie beispielsweise

  • kleine Gruppen mit höchstens zwölf WG-Nutzern,
  • eine hohe Personaldichte
  • und der Einsatz digitalgestützter Technologie

schafft Humanika optimale Arbeitsbedingungen für seine Mitarbeitenden: Die Arbeitsbelastung wird deutlich reduziert und die Beziehung zu den Nutzern kann intensiviert werden und führt zu einer erfüllenden Arbeitserfahrung für das Pflegepersonal.

Intensivere Beziehung des Pflegepersonals zu den WG-Nutzern
Gemeinsames Zubereiten der Speisen – Humanikas Personalschlüssel 1:6 für höhere Betreuungs- und Arbeitsplatzqualität

Innovative Technologie

Die Technologie des Divital Assistenzsystems schafft einerseits zusätzliche Sicherheit in der eigenen Wohnung wie auch in der WG, andererseits reduziert es den Pflegeaufwand deutlich, verbessert die Qualität der Pflege und verringert die Aus- und Belastung der Mitarbeitenden.

Schulungen und Fortbildungen

Darüber hinaus bietet Humanika regelmäßig Schulungen und Fortbildungen an, um das Pflegepersonal auf dem neuesten Stand der Pflegewissenschaft und -praxis zu halten. Dies fördert die berufliche Weiterentwicklung und Motivation der Mitarbeitenden.

Neue Karrieremöglichkeiten

Innovationen, Visionen und das umfängliche Konzept von Humanika für Pflege, Betreuung und Senior living eröffnen zudem neue Karrierewege innerhalb der Unternehmensgruppe, wodurch Pflegekräfte sich spezialisieren und in verschiedenen Bereichen weiterqualifizieren können.

Integrativer Ansatz gegen den Pflegenotstand

Um den Pflegenotstand in Deutschland zu bewältigen, ist ein integrativer Ansatz notwendig, der sowohl strukturelle Veränderungen als auch innovative Wohn- und Betreuungsformen umfasst.

Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Senkung der Einstiegshürden sind ebenso wichtig wie die Förderung und Realisierung neuer Konzepte wie beispielsweise die der Humanika Gruppe.

Solche zukunftsfähigen Modelle bieten nicht nur eine qualitativ hochwertige Pflege und Betreuung, sondern auch eine höhere Lebensqualität für die älteren Menschen und attraktivere Arbeitsbedingungen für das Personal.